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Bürgerinitiative

gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade

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Jeder Mensch sollte selbst in der Lage sein zu entscheiden, ob etwas gut oder schlecht ist. Um das sicher entscheiden zu können, braucht er möglichst umfassende Informationen. Der geplante Bau von drei Kohlekraftwerken in Stade wirft bei immer mehr Menschen der Region Fragen auf. Nachfolgend informieren deshalb die Bürgerinitiative Stade – Altes Land, die Bürgerinitiative Bützfeth und die Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch über die wichtigsten Gründe gegen Kohlekraftwerk.

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3 Kohlekraftwerke zuviel für die Erde

München (Reuters) - Die Münchener Rück, der weltgrößte Rückversicherer, forderte die Politik auf, nachhaltige Investitionen vorzuziehen, etwa in erneuerbare Energien und Wärmeschutzmaßnahmen.

1. Was gehen mich die Kohlekraftwerke an?
Gibt es denn ein Problem, wenn die erlaubten Grenzwerte eingehalten werden?
Kraftwerkstechnik wie die für Stade ist in anderen europäischen Ländern bereits verboten. Wird der Bau eines Kohlekraftwerks (KoKW) beantragt, prüfen die zuständigen Behörden eine potentielle Gesundheitsgefahr. Neben Krankheiten, die ausgelöst werden können, wenn bestimmte Schadstoffkonzentrationen überschritten sind, werden auch krebserzeugende Stoffe (Feinstaub, Dioxine, Schwermetalle usw.) freigesetzt.
Schon kleinste Mengen dieser Stoffe können Krebs auslösen. Es werden zwar Grenzwerte festgelegt, diese entsprechen aber nicht dem Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Vorsorgegedanken.

2. Was haben Kohlekraftwerke mit Acker, Vieh und Obst zu tun?
Liebe Landwirte, Obstbauern und Gartenbesitzer,
Unbelastete Wiesen, Weiden mit gesunden Tieren und Obstanbauflächen sorgen für Ihren Lebensunterhalt und unsere gesunde Ernährung. Diese Anbauflächen werden durch Schwermetalle (z.B. Quecksilber, …), Dioxine, Benzo(a)pyrene aus den Kohlekraftwerken zunehmend vergiftet. Bereits jetzt ist unsere Region erheblich dioxinbelastet.
Weitere bis zu 100000 Stoffe, von denen viele in ihrer Wirkung gar nicht bekannt sind, dringen in den Boden und wirken auf das Obst ein. Sie bleiben dort für Jahrhunderte und/ oder reichern sich in der Nahrungskette an: wie es z.B. bei der Leber der Tiere der Fall ist (in Einzelfällen werden Grenzwerte bereits jetzt – vor Kraftwerksbau – überschritten). Die Vermarktbarkeit Ihrer durch harte Arbeit geschaffenen Produkte werden sich mit der Zeit daher logischerweise verschlechtern: Arbeitsplätze und Existenzen sind bedroht.

3. Aber was ist mit den Arbeitsplätzen?
Liebe Werktätige,
es geht um Arbeitsplätze und zukunftsfähige Technik. Pro Kohlekraftwerk werden nur ca. 80 Arbeitsplätze geschaffen. Davon wird nur ein kleiner Teil aus der Region besetzt. Die meisten Arbeitsplätze sind solche für Facharbeiter und Ingenieure - die finden sich aber nicht unter den Arbeitslosen. Einige Ausbildungsplätze wird es auch geben - aber bei weitem nicht so viele wie bei Erneuerbaren Energien. Kohlekraftwerke stellen eine veraltete, umweltschädliche Feuerungstechnik dar, die wichtige Investitionen in neue und modernste Technologie der Energieerzeugung verhindern. Erneuerbare Energien schaffen nachweislich deutlich mehr Arbeitsplätze; schon jetzt sind es 280.000. Wir sind dabei, die Zahl der Arbeitsplätze in der Autoindustrie zu überrunden. Kohlekraftwerke blockieren eine effiziente, kostengünstige und umweltverträgliche Lösung in Stade wie z.B. ein Kombi-Gas-Kraftwerk verbunden mit den offshore - Windparks.
Wofür wollen Sie sich entscheiden?

4. Kinder in Gefahr?
Liebe Eltern, Sie wollen gesunde und fröhliche Kinder. Hier und anderswo. Durch Kohleverfeuerung drohen Krankheiten - besonders Kindern, Frauen und älteren Menschen: Allergien, Asthma, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Krebs nehmen durch Feinstäube und Gifte zu, ebenso die Gefahr der Hirnschädigungen von Kindern durch Quecksilber während der Schwangerschaft und danach. Auch das Sterberisiko ist erhöht. Hierzu gibt es gesicherte Erkenntnisse.
Außerdem sind sie schon jetzt mitverantwortlich für die Zerstörung unseres Klimas. In der Arktis schmilzt z.Z. jeweils in drei Tagen eine Eisfläche, die der Fläche Deutschlands entspricht (Stader Tageblatt 12.08.09).
Dadurch steigt der Meerspiegel an, Menschen und Tiere verlieren ihren Lebensraum. In anderen Gebieten auf der Erde gibt es in früher fruchtbaren Gebieten zu wenig Regen. Den Menschen fehlen Nahrungsmittel und Wasser. All das bewirkt Flüchtlingsströme, die nach Europa und Deutschland drängen. Dies bedeutet viel Leid und kostet schon jetzt sehr viel – und bald noch mehr Geld, dann von euch bezahlt.
Wollt Ihr das zulassen?

 

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